Fette Bäuche kosten Geld Mehr Indexpunkte durch Rationierung und Rohfaser Damit die Tiere in der Endmast nicht zu stark verfetten, werden diese im Betrieb Samson aus dem westfälischen Ennigerloh rationiert gefüttert. Für Werner Samson bedeutet eine ausreichende Rohfaserversorgung in der Endmast bessere Schlachtkörper und damit bares Geld. Werner Samson war mit den Schlachtkör-perqualitäten seiner Tiere nicht zufrieden, trotz Rationierung waren die Bäuche bei den Börgen häufig zu fett. Seit 2005 hat er das Futterkonzept geändert und mit Vi-taMiral Sensor-Mast den Rohfasergehalt in der Endmast von ca. 4 auf ca. 4,5 Prozent erhöht. Dadurch wurde die Rationierung einfacher und als Ergebnis haben sich die Indexpunkte pro Tier um einen Punkt verbessert. „Durch den Einbau der Sensorfütterung war das Ausfüttern der Tiere einfacher, aber die Rationierung in der Endmast schwierig“, erklärt der Landwirt. „Seit dem Einsatz von VitaMiral Sensor-Mast haben wir weniger fette Bäuche und erreichen ca. einen Indexpunkt mehr pro Tier. Das entspricht zurzeit ca. 1,50 Euro mehr Erlös pro Tier.“ Produktionsberaterin Alexandra Grimm von der AGRAVIS Raiffeisen AG, die den Betrieb zum Thema Fütterung der Mastschweine berät, und Produktmanager Bernhard Walgern, erläutern die Gründe: „Vorher hatten insbesondere die Börge ein zu geringes Sättigungsgefühl und einige Tiere haben trotz Rationierung in der Endmast zuviel gefressen, so dass die Energieversorgung für diese Tiere zu hoch Besprachen die erfolgreiche Betriebsentwicklung: AGRAVIS-Produktmanager Bernhard Walgern (li.), Produktionsberaterin Alexandra Grimm (2.v.li.), Werner und Andrea Samson – hier mit den beiden Söhnen Louis (4) und Justus (2). oder Veränderungen im Futterregime festgelegt. „Zudem werden die Inhaltsstoffe des hofeigenen Futters regelmäßig analysiert und die Rationen den aktuellen Ergebnis-sen war. Mit VitaMiral Sensor-Mast kann der Rohfaseranteil in der Endmast optimal ergänzt werden – in der Samson’schen Ration ist der Rohfaseranteil damit um 0,5 Prozent höher als vorher. Die Tiere fressen gleichmäßiger und haben ein besseres Sättigungsgefühl. Die Rationierung greift besser.“ angepasst“, macht Alexandra Grimm deutlich. Futterrationen im Vergleich Die verschiedenen Futtermischungen im Überblick Das aktuelle Fütterungsregime Bis zu einem Lebendgewicht von 75 Kilo-gramm Schlachtdaten im Blick Die Tiere werden mit ca. 118 kg über die Raiffeisen Beckum eG vermarktet und er-reichen Vormast Getreide Vormast Endmast Getreide Endmast erhalten die Tiere eine Vormastmi-schung – zunächst ad libitum. Ab einem Getreide+CCM Getreide+CCM CCM 25 20 Weizen 40 20 40 30 Gerste 35 30 37 28 Sojaschrot 18 17 Fisopan V 24 25 25 VitaMiral Sensor-Mast Lebendgewicht von ca. 50 Kilogramm im Jahresdurchschnitt 780 g Tages-zunahme mit durchschnittlich 0,98 Index-punkten pro Kilogramm Schlachtgewicht. Info Haben Sie Fragen zur Mastschwei-ne- Zur Auswertung einzelner Ablieferungen, aber auch längerer Lieferzeiträume, nutzen der Landwirt und Alexandra Grimm das Internet-Tool „Schlachtdaten-Online“. Sind die Ergebnisse nicht zufriedenstellend, werden Ursachen gesucht und Maßnah-men 5 5 Fütterung? Bernhard Walgern, Inhaltsstoffe Produktmanagement Schwein, Tel. 02 51/6 82 22 83 und Produktions-beraterin Energiegehalt 13,3 13,2 13,0 13,0 Lysin 1,15 1,13 0,98 0,98 Rohfaser 4,4 4,5 4,6 4,7 Angaben in Prozent; Energiegehalt = MJ/ME je kg Alexandra Grimm, Tel. 01 73/6 38 34 81, helfen gern weiter. wie z.B. eine andere Eberauswahl 20 Futtermittel AGRAVIS aktuell 4/2011